Anliegen + Antwort: Parksituation insbes. Kleintransporter
Kleintransporter, Sprinter, Lkw immer mehr Firmenfahrzeuge parken über Nacht in den Straßen der Südstadt. Dies ist ein PROBLEM. Verbot für große Firmenfahrzeuge beim Nachtparken ist notwendig, Bsp. DPD, DHL, etc. Diese Fahrzeuge haben in Wohngebieten Nachts nichts verloren.
Markus, Gerlestraße
Sehr geehrter Markus,
wir beschäftigen uns seit Jahren mit dem Problemen der Parkraumbewirtschaftung. Leider haben wir die Lösung welche allen gerecht wird noch nicht gefunden.
Die gesetzlichen Regelungen geben ein einfaches und generelles Verbot des Parkens solcher Fahrzeuge nicht her.
Will man einen Lkw regelmäßig im Wohngebiet parken, hängt die Frage, ob dies erlaubt ist oder nicht auch von der Größe des Brummis und der Uhrzeit ab. Für Kraftfahrzeuge mit einem erlaubten Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen sowie für Kraftfahrzeuganhänger mit einem erlaubten Gesamtgewicht von mehr als zwei Tonnen gilt, dass diese im Bereich geschlossener Ortschaften in reinen Wohngebieten, in Klinik-und Kurgebieten sowie in der Erholung dienenden Sondergebieten zwischen 22 und 6 Uhr nicht parken dürfen, zumindest nicht regelmäßig. An Sonn- und Feiertagen ist das Parken dort rund um die Uhr verboten.
Ein Problem ergibt sin hier aus der Formulierung "reines Wohngebiet". Damit kleines Gewerbe und Einzelhandel in der Südstadt bleiben können, sind die meisten Bereiche als sogenannte "Mischgebiete" definiert. In denen das Abstellen durchaus erlaubt ist
Fakt ist auch - es gibt zu wenig Fläche in der Südstadt um neben Wohnen, Grün- und Spielflächen sowie Gewerbe und Handelsflächen Parkraum für alle(s) und jede/n zu schaffen.Dazu kommt, dass gerade die Zustelldienste Ihren Fahrern zunehmend anbieten das Fahrzeug auch für die Fahrt nach Hause zu benutzen - das ist dann für die meist nicht gerade gut bezahlten Arbeitnehmer durchaus ein verlockendes Angebot. Auch der Versuch mit einem Kleintransporter als selbständiger "Transportunternehmer" der Arbeitslosigkeit zu entkommen ist relativ häufig zu beobachten.Mit einem gewissen Recht weißen diese Nachbarn darauf hin, dass ein Privatauto doch auch einen Parkplatz benötigen würde.
Als einen ersten Schritt zur Verbesserung der Lage würden wir eine bessere Kontrolle der Parkaktivitäten aller Verkehrsteilnehmer anstreben. So ist es im Bereich einer Kreuzung oder einer schwer einsehbaren Einmündung nicht akzeptabel wenn dort Fahrzeuge stehen, erst recht nicht bei Transportern.
Die Jahreshauptversammlung der SPD Steinbühl hat heute (25.1.2014) beschlossen mit der kommunen Verkehrsüberwachung sowie dem Stadtteilbeamten der Polizei Kontakt auf zu nehmen damit sich hier etwas tut.
Ein weiterer Schritt - wir bleiben dran.
Robert Kästner
Vorsitzender SPD Steinbühl
