OB Dr. Maly zum Südbahnhof: Qualität hat Vorrang
Nachrichten aus dem Rathaus Nr. 275 / 10.03.2014
Mit einigen „kommentierenden Erläuterungen“ hat Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly auf „Einlassungen der Kollegen Brehm, Dr. Gsell und Dr. Fraas zum Südbahnhof“ reagiert.
Wörtlich erklärte das Stadtoberhaupt:
- Wenn dort alles ,schnell-schnell‘ gegangen wäre – wie von der CSU gefordert – hätten wir dort jetzt großflächigen Einzelhandel, keine Grünfläche und einen Verkehr, der mehrmals am Tag die Münchener Straße zum Erliegen brächte.
- In der Rahmenvereinbarung vom 23. Januar 2004 wurde für diesen Stadtteil die Zielformel ein Drittel Wohnen, ein Drittel Gewerbe, ein Drittel Grün gewählt. Und die galt es in zum Teil langen Verhandlungen durchzusetzen. Gerade das Gesamtpaket für eine qualitätvolle Entwicklung war dabei entscheidend. Einzelne Teilentwicklungen vorwegzunehmen, bevor insgesamt eine Einigung erzielt werden konnte, hätte die Verhandlungsposition der Stadt geschwächt.
- Auf dem Gelände befinden sich Altlasten einerseits und Biotope andererseits. Es ist nicht durch Straßen erschlossen und besitzt keine Strom-, Wasser- und Abwassererschließung. Insofern wäre es eher schwierig, dort ,schnell‘ Wohnungen zu bauen. Das muss aber auch nicht sein, weil wir immer wussten, dass die Entwicklung dort nicht schnell umsetzbar sein würde. Da geht Qualität eindeutig vor Geschwindigkeit. Die von uns ausgewiesenen und geplanten Wohnbauflächen in Langwasser T und Langwasser Z, an der Wallensteinstraße, im Tiefen Feld, am Nordbahnhof und an der Kieslingstraße sind allesamt früher verfügbar.
- Auf dem Südbahnhofgelände befinden sich gewerbliche Nutzungen, deren Mietverträge noch bis 2023 – in einem Fall bis 2026 – laufen. Diese gilt es im Rahmen der gewerblichen Bestandspflege zu sichern und zu erhalten. Darauf – und auf die verkehrliche Abwickelbarkeit – hat in der Vergangenheit auch der Wirtschaftsreferent immer gedrungen.
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http://www.nuernberg.de/presse/mitteilungen/presse_38196.html
