„Wir sind vorsichtig geworden …“
Stellungnahme des Vorsitzenden der SPD Steinbühl zum Verkauf des ehemaligen „Kaufhof-Areals“ an EDEKASteinbühl, 2.3.2016
"Wir sind vorsichtig geworden …“ sagt Robert Kästner, Vorsitzender der SPD Steinbühl.
„… zu oft gab es schon scheinbar Grund zur Freude, die sich dann leider doch nicht einstellen konnte. Natürlich würden wir uns freuen, wenn EDEKA gelingt, was METRO nicht hinbekommen hat.
Zielsetzung für uns bleiben im Wesentlichen die Wünsche, welche die Bürgerinnen und Bürger schon im Juni 2011 in unserer Veranstaltung anlässlich der Schließungsankündigung des Kaufhofs geäußert haben, ergänzt um die eine oder andere Idee, welche sich im Laufe des Leerstandes entwickelte.
Einige dieser Ideen hat EDEKA schon aufgenommen und auch der Bezug zum Stadtteil wird dort geteilt (Presseerklärung vom 1.3.2016). Das ist der Teil der uns Freude macht.
Unser aktuell wichtigster Wunsch an die EDEKA als Investor und an alle Beteiligten ist, den laufenden Kontakt im Stadtteil zu suchen, über Fortgänge zu informieren und damit das Vertrauen in das Projekt, den Standort und dessen Entwicklung bei den Bürgerinnen und Bürgern wiederherzustellen."
Die Ideen zum Gebäude im Einzelnen:
- Mehrfachnutzung des Gebäudes.
- Das Erdgeschoss als Ladenbereich zu gestalten, in dem ein mindestens genauso guter Lebensmittelmarkt(wie es aus einhelliger Sicht der Anwesenden der ehemalige EDEKA-Markt darstellt) enthalten sein soll.
- Ergänzungen durch ein Marktkonzept, welches ggf. gastronomisch ergänzt auch die Vielfältigkeit des Stadtteils widerspiegeln könnte. Bevorzugt wird ein System mehrerer, qualitativ hochwertiger, Läden, welche das Angebot des vorhandenen Einzelhandels ergänzen. Dabei ist tendenziell eher nicht an Filialen der großen Handelsketten gedacht - das Stichwort Regionalkaufhaus erhielt konsequenterweise die höchste Zustimmung.
- Bei allen Punkten müssen die "Senioren" als Zielgruppe ernst genommen werden. Für viele ist das Südstadtzentrum rund um den "Schocken" und den Aufseßplatz wichtiger Anlaufpunkt im täglichen Leben
- Auch das „Außergewöhnliche“ wagen.
Das gilt sowohl für die Architektur (ein ökologischer Bau mit Charakter, welcher sich zum Aufseßplatz hin öffnet) als auch für die eine oder andere Nutzung, die in ihrer Einzigartigkeit Identität stiften könnte. Ob dies nun die damals geäußerte Idee einer „Südstadtbrauerei“ mit der ebenfalls goutierten Idee eines begrünten und genutzten Daches (Stichwort "Brauereibiergarten“) oder eine andere Attraktion ist, kann offen bleiben.
Kulturelle Nutzungen wurden 2011 zwar nicht näher ausgeführt, wurden im Punkteranking jedoch hoch gewertet. Nach den Erfahrungen der Zwischennutzung wäre sowohl „Artischocken“ als auch das Bespielen einiger Schaufenster z.B. auf der Seite der Wiesenstraße durch regionale Akteure (koordiniert über den Stadtteilarbeitskreis) eine Bereicherung des Stadtteils
