Zur aktuellen Debatte um den Nelson-Mandela-Platz

Stellungnahme der SPD Steinbühl

  • von  RK
    04.04.2014
  • Verkehr und Stadtplanung

Hinterm Bahnhof nix Neues - oder doch?

Gerne unterstütz die SPD Steinbühl den Südstadthandel, insbesondere die Fachgeschäfte. Nicht nachvollziehen können wir die Argumente von Südstadt aktiv e.V. bezüglich des Nelson-Mandela-Platzes. Was hat sich denn geändert? Ein Studentenwohnheim und die Sabel-Schule sind beides keine Einrichtungen die Kurzzeitparken – und nur um solches kann es auf dem Platz gehen - in irgendeiner Weise benötigen. Für die Wohnungen auf dem Heumann-Areal hat der Projektentwickler bereits in der Entwicklung Tiefgaragen eingeplant.

Der Nelson-Mandela-Platz kann und darf niemals ein Park & Ride –Parkplatz werden. Dazu müsste schon ein Investor den gesamten Platz mit einem mehrstöckigen Parkhaus überbauen. Diesen Investor gibt es aber nicht und daher haben sich Stadt und Bürger in einem umfassenden und vorbildlichen Dialog auf eine Lösung geeinigt, welche wir lange hätten, wäre die Bahn endlich in der Lage den zusätzlichen Durchgang zu schaffen. Wenn jetzt die Chance besteht die Pläne zu realisieren dann darf diese nicht durch einen Neustart der Debatte ausgelassen werden.

Die Ideen von Herrn Klier gehen in die richtige Richtung. Aktives Marketing und Nutzung des vorhandenen Potentials. Ggf. wäre sogar eine Kombination eines Parktickets mit einer VGN-Fahrkarte für die Südstadt möglich damit die Wege nicht zu lang werden. Die eine oder andere Bank vor einem Geschäft um kurz zu Verschnaufen und eine gute Wegweisung innerhalb des Händlernetzwerkes könnten das ihrige dazu beitragen.

Wichtig ist, dass endlich akzeptiert wird, dass den baulichen Gegebenheiten der Südstadt ein Handelskonzept welches auf den Autostellplatz vor dem Laden setzt auf Dauer nicht gerecht wird.

Für den Nelson Mandela Platz ist eine schnellstmögliche Umsetzung der vorhandenen Pläne nach wie vor die beste Lösung. Für die Südstadt indes genauso wichtig ist, dass die METRO die ambitionierten Ideen am Aufseßplatz, angesichts ihrer Konzernweit reduzierten Gewinnprognosen nicht in ein Schmalspurkonzept umwandelt von dem keinerlei Impulse für den Stadtteil ausgehen. 

Robert Kästner
Vorsitzender