Enttäuschung auf voller Breite

Ein halber Rückzieher und wieder nichts Konkretes von der METRO (Artikel von Robert Kästner)

  • von  Robert Kästner
    09.04.2014
  • Kaufhof

(Leider konnte ich wegen eines zwingenden anderen Termines gestern nicht vor Ort sein. Die heutigen Informationen in der Presse sind daher Basis dieses Aritkels)

Groß waren die Hoffnungen am gestrigen Abend (8.4.2014) - hatten wir doch erwartet, dass endlich Informationen kommen wie sich ein "Neues Herz für die Südstadt", der Handelsstandort Aufseßplatz oder einfach gesagt der "Schocken" künftig präsentieren wird.

Nach den 2013 von METRO und Multi Development vorgestellten Überlegungen konnte man ein neues Herz für die Südstadt erwarten, jetzt scheint es eher ein Bypass zu werden.

"Sanierung ohne Abriss" lautet der neue Ansatz der METRO und außer "... sie werden das Gebäude am Ende nicht wiedererkennen" war vom METRO Vertreter Wallenhorst gestern auch nichts Neues zu hören.

So stellt sich der Verlauf aus Sicht eines Südstädters dar:

  • Seit Juni 2011 ist der METRO bekannt, dass ihr Hauptmieter auszieht.
  • Ein Jahr später (2012) ist es dann soweit und die METRO hat keinen Plan was mit dem Gebäude geschehen soll.
  • Es dauert ein weiteres Jahr (2013) bis ein erstes, ambitioniertes,  Grobkonzept vorgestellt wird
  • Anfang 2014 muss MultiDevelopment nach Übernahme durch den "Investor" Blackstoine aus dem Projekt aussteigen.
  • Im April 2014 stellt die METRO fest, dass eine Sanierung im Bestand auch möglich ist - was genau könne man aber nicht sagen und die Frage nach dem neuen Investor könne man auch noch niht beantworten
  • 2015 soll ein Bauantrag gestellt werden.

So manche Fragen stellen sich heute:

 

  1. Wieso kommt die METRO erst jetzt zu dem Schluss, dass nicht "zwingend abgerissen werden muss"? Hat man sich das Gebäude vorher nicht genau angesehen? Oder hat das etwas damit zu tun, dass der gesamte METRO Konzern aktuell nicht die besten Zahlen schreibt und man die Investition in Nürnberg scheut?
  2. Wie geht es weiter mit der Zwischennutzung? Sowohl auf der kulturellen Seite ARTISCHOCKEN die bestehen bleiben sollte, als auch mit der gewerblichen bei der die Flohmarkt ähnlichen Zustände vor der "Basartür" meines Erachtens den letzten Rest eines seriösen Eindrucks untergraben und die Beteiligten am tatsächlichen Flohmarkt den Aufseßplatz regelmäßig zum Parkplatz machen.
  3. Wie geht es weiter mit dem angestrebten Gestaltungswettbewerb?
  4. Gibt es eine Anschlussfinanzierung für das Bürger- und Informationsbüro nach Ablauf der Forschungsmittel des Bundes und beteiligt sich die METRO daran?

 

FAZIT:
Ja, sicher geht auch eine Sanierung ohne Komplettabriss.
Ja, auch das kann zu einem guten Ende führen.

Aber - der bisherige Ablauf macht es einem nicht leicht noch an ein positives Ende zu glauben.
Was bleibt ist der alte Spruch den Südstadtstadträtin Ilka Soldner schon im Januar bemühen musste: 

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Robert Kästner
Vorsitzender
SPD Steinbühl